Biobaumwolle
Biobaumwolle hat in den letzten Jahren sowohl ökologisch als auch ökonomisch an Bedeutung gewonnen. Gleichermaßen in der Textilindustrie wie ganz grundsätzlich in der Verbraucherakzeptanz.
Zertifizierungen wie „Global Organic Textile Standard“ oder „Fair Trade“ dokumentieren objektive Bio-Standards. Sie tragen zu wachsender Nachfrage beim Verbraucher aktiv bei. Im gesamten deutschsprachigen Raum ist zu beobachten, dass ein Bewusstseinswandel im Kaufverhalten manifestiert, Verbraucher wünschen verstärkt ökologisch produzierte Waren und nachhaltige Produktionsprozesse. Der oft nur geringfügig höhere Preis für Textilien aus Biobaumwolle wird dabei toleriert bzw. gerne gezahlt. Alternative, zwar günstigere aber nicht unter biologischen Bedingungen erstelle Textilware wird es künftig schwerer haben.
Biobaumwolle in Zahlen
Biobaumwolle wird derzeit in über 25 Ländern in großem Stil angebaut. Laut dem „Textile Exchange Fibre Report 2010“ wurden mit der Ernte 2009/2010 fast 242.000 Tonnen Biobaumwolle produziert. Der durch diese Zahl erzielte Umsatz mit Biobaumwolle wird auf über 3,6 Milliarden Euro geschätzt.
Selbst diese für den Verbraucher beeindruckende Produktionsmenge macht allerdings nur einen geringen Anteil am gesamten Baumwollmarkt aus. 2008 lag dieser bei gerade mal 0,5 Prozent. Jedoch legt die Produktionsmenge jährlich um zweistellige Prozentwerte zu. Ausführliche Informationen und Zahlen zu Biobaumwolle liefert die Seite www.organiccotton.org
Biobaumwolle in der Praxis
Die Ansprüche und Standards für die Produktion von Biobaumwolle sind vergleichsweise hoch. Grundsätzlich wird ein möglichst ertragreicher Anbau im Einklang mit der Umwelt und produziert unter fairen Arbeitsbedingungen angestrebt.
Der konsequente Verzicht auf nicht oder schlecht abbaubare oder gar giftige Insektenvernichtungsmittel und Dünger ist beim Anbau eine entscheidende Größe. Zudem dürfen Boden und Grundwasser nicht negativ vom Anbau der Biobaumwolle beeinflusst bzw. dauerhaft verunreinigt werden. So greifen Biobaumwoll-Produzenten ausschließlich auf Ökodünger wie einfachen Mist oder Kompost zurück.
Zur Bekämpfung von Schädlingen und typischen Krankheiten der Baumwollpflanze werden diverse einheimische Pflanzenmixturen eingesetzt. Solche Tinkturen sind nicht selten seit Jahrhunderten im Einsatz und werden im Zuge der Produktion von Biobaumwolle wieder entdeckt.
Seit Generationen positive Erfahrungen machen die Produzenten mit den sogenannten Fruchtfolgen. Nur wenn Bauern ihre Biobaumwolle im jährlichen Wechsel mit wechselnden Kulturen anbauen, werden die begehrten Zertifizierungen für deren individuelle Produktion ausgestellt.
Dramatische Daten zu den Konsequenzen konventionellen Baumwolleanbaus ohne Fruchtfolge und unter Einsatz chemischer Mittel liefert der Film „Let´s make Money“. Die Macher schildern hier eine Praxis in Burkina Faso, wie nach Nutzung eine unfruchtbare, ausgetrocknete Erde zurück bleibt. Zudem zeigt der Film, wie Menschen unter den unfairen Bedingungen des klassischen Baumwollhandels leiden. (http://www.letsmakemoney.at/diefakten/baumwolle.html)
Biobaumwolle in Babykleidung
Alle Produkte, die Einzug in den Shop von Baby goes Bio finden, tragen das „Global Organic Textile Standard“-Siegel (kurz GOTS) und sind zu 100 Prozent aus Biobaumwolle gefertigt. GOTS-Produkte garantieren unter anderem:
- Fertigung aus mindestens 90% Naturfasern (in unserem Fall Biobaumwolle)
- Mindestens 70% davon müssen aus kontrolliertem biologischem Anbau Stammen (bei Biobaumwolle liegt dieser Anteil bei nahezu 100%)
- Keine Verwendung von chemischen, synthetischen oder gesundheitsbedenklichen Stoffen in der verarbeitenden Produktion
- Metallteile an den Textilien (z.B. Knöpfe oder Reißverschlüsse) sind frei von Nickel oder Chrom
- Umweltfreundliche Verpackung
- Nachhaltige ökologische und ökonomische Produktionsprozesse
- Sozialstandards nach „ILO“; d.h. z.B. keine Zwangs- oder Kinderarbeit in den Produktionsabläufen
Diese überwachten Rahmenbedingungen vom Anbau der Biobaumwolle über die Transportwege bis zur Produktion der Ware werden jährlich kontrolliert und neu zertifiziert.
Wir gehen sicher und stehen dafür mit unserem Namen ein, dass Sie sich beim Kauf von Babykleidung auf Baby goes Bio auf strengste Standards verlassen können. Und dass Sie 100 Prozent Biobaumwolle aus ökologisch, ökonomisch und sozial unbedenklichen Quellen für Ihre Kleinen erhalten..
Quellen zum Thema Biobaumwolle und GOTS:
http://www.biobay.de/biosiegel-guetezeichen/global-organic-textile-standard
http://www.organiccotton.org/oc/Organic-cotton/Organic-cotton.php
http://www.pan-germany.org/deu/projekte/cotton_connection.html
http://www.future-on-wings.net/konsum/biobaumwolle.htm
http://www.letsmakemoney.at/diefakten/baumwolle.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Baumwolle

